Kanzlei KMB
 

Monatsinfo

Erbrecht von A bis Z

Teil I (A – K)

Annahme:
Die Erbschaft geht auf den berufenen Erben unbeschadet des Rechts über, sie auszuschlagen; die Erbschaft kann nicht mehr ausgeschlagen werden, wenn sie angenommen wurde oder die Ausschlagungsfrist abgelaufen ist.

 

Bedingung:
Die Annahme und die Ausschlagung können nicht unter einer Bedingung oder einer Zeitbestimmung erfolgen.

 

Culpa:
Erbunwürdig ist u.a., wer den Erblasser vorsätzlich und widerrechtlich getötet oder zu töten versucht oder in einen Zustand versetzt hat infolgedessen der Erblasser bis zu seinem Tode unfähig war, eine Verfügung von Todes wegen zu errichten oder aufzuheben.

 

Dreimonatseinrede:
Auch nach Annahme der Erbschaft steht dem Erben die Einrede zu, die Erfüllung einer Nachlassverbindlichkeit innerhalb der ersten drei Monate nach Erbschaftsannahme zu verweigern.


Erbengemeinschaft:
Zufallsgemeinschaft und Gesamthandsgemeinschaft.

 

Fiskus:
Wird der Erbe nicht innerhalb einer den Umständen entsprechenden Frist ermittelt, so hat das Nachlassgericht festzustellen, dass ein anderer Erbe als der Fiskus nicht vorhanden ist.

 

Grabpflege:
Grabpflegeverträge können bereits zu Lebzeiten geschlossen werden.

 

Haftung:
Der Erbe haftet für die Nachlassverbindlichkeiten.

 

Irrtum:
Die Annahme der Erbschaft gilt als nicht erfolgt, wenn der Erbe über den Berufungsgrund im Irrtum war.

 

Jugendliche:
Ein Jugendlicher kann ein Testament errichten, wenn er das 16. Lebensjahr vollendet hat.

 

Kinder:
Kinder (Abkömmlinge) des Erblassers erben in gesetzlicher Erbfolge zu gleichen Teilen.


Allgemeines Zivilrecht - 03.12.2001

© 2007-2013 by KMB | Login