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Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung, beziehungsweise ein Patiententestament oder –brief ist die Form, dem Arzt auch dann eigene Wünsche mitzuteilen, wenn man sich als Patient nicht mehr äußern kann. Diese schriftlich festgehaltenen Wünsche sind für den Arzt rechtlich bindend.

Inhaltlich kann man den Umgang mit medizinischen Geräten, Medikamenten und Behandlungsformen regeln. Dies ist zum Beispiel im Zusammenhang mit einer Schmerztherapie wichtig.


Einige Entscheidungen über medizinische Maßnahmen sind vorhersehbar und können deshalb schriftlich fixiert werden.


Bevor man eine solche Patientenverfügung verfasst, sollte man sich jedoch in rechtlicher und ethischer Hinsicht im Klaren sein, was man für die Zeit der Pflegebedürftigkeit regeln möchte. Man sollte bedenken, dass es im gesunden Zustand nicht einfach ist, sich in einen kranken Zustand einzufühlen. Man sollte bedenken, dass möglicherweise völlig andere Lebenserwartungen und –einstellungen wichtig werden.


Die Patientenverfügung ist formfrei. Empfohlen werden kann jedoch die notarielle Beurkundung, da hier der Hinweis- und Warnfunktion nachgegangen wird. Gleichzeitig wird vom Notar die Geschäftsfähigkeit des Verfügenden festgehalten. Abschriften dieser notariellen Niederschrift sollten bei einer Vertrauensperson oder in den persönlichen Unterlagen aufbewahrt werden, so dass sie »für den Fall der Fälle« auch gefunden wird.


Inken Kronenbitter
September 2002


Allgemeines Zivilrecht - 02.09.2002

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