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Monatsinfo

Kindergeld 2002

Das Kindergeld wurde zum Januar 2002 für das erste, zweite und dritte Kind auf je 154,00 € (300,00 DEM) und für jedes weitere Kind je 197,00 € (350,00 DEM) erhöht. Dies gilt für Kinder, die im Inland oder in Staaten wohnen, die der EU oder dem EWR angehören. Leben die Kinder im übrigen Ausland, besteht nur unter Umständen in geringerer Höhe ein Anspruch auf Kindergeld. Das Kindergeld für alle im Ausland lebenden Kinder (auch in der EU/ im EWR) wird vom Arbeitsamt –Familienkasse- festgesetzt.

Das Kindergeld wird demjenigen Elternteil gewährt, der das Kind in seinen Haushalt aufnimmt. Ist das Kind nicht in den Haushalt eines Elternteils aufgenommen, so erhält das Kindergeld derjenige Elternteil, der dem Kind die höhere Unterhaltsrente zahlt.


Auch Unverheiratete, in Lebensgemeinschaft wohnende Eltern, können bestimmen, wer von ihnen das Kindergeld erhalten soll, wenn das Kind im gemeinsamen Haushalt lebt.


Kindergeld wird grundsätzlich bis zum vollendeten 18. Lebensjahr bezahlt. Über das 18. Lebensjahr hinaus bis zur Vollendung des 27. Lebensjahrs wird Kindergeld gewährt, wenn das Kind für einen Beruf ausgebildet wird, sich in einer Übergangszeit von höchstens vier Monaten befindet, wenn es mangels Ausbildungsplatz eine Berufsausbildung nicht beginnen oder fortsetzen kann oder wenn es ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr oder einen Europäischen Freiwilligendienst ableistet. Bei Arbeitslosigkeit des Kindes, kann dieses bis zum vollendeten 21. Lebensjahrs berücksichtigt werden. Die Bezugsberechtigung endet mit dem auf die Eheschließung des Kindes folgenden Monats. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn der Ehepartner des Kindes aufgrund niedrigen Einkommens zum Unterhalt des Kindes nicht in der Lage ist. Entsprechendes gilt, wenn das Kind eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingeht.


Die Bezugsberechtigung entfällt, wenn das Kind ein Jahreseinkommen in Höhe von über 7.188,00 € bezieht. Bei der Ermittlung der Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, können steuerlich berücksichtigungsfähige Werbungskosten oder Betriebsausgaben in Abzug gebracht werden.


Kindergeld wird ohne Altersbegrenzung gewährt, wenn das Kind wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außer Stande ist, sich selbst zu unterhalten.


Beim Bezug von Kindergeld muss beachtet werden, dass Änderungen in den Verhältnissen, die für das Kindergeld erheblich sind oder über die im Zusammenhang mit dem Kindergeld Erklärungen abgegeben wurden, unverzüglich der zuständigen Familienkasse mitzuteilen sind. Diese Mitteilungspflicht bezieht sich auf Änderungen in den Verhältnissen der Kinder, für die zwar kein Kindergeld bezogen wird, die jedoch als Zählkinder berücksichtigt werden.


Zu beachten ist, dass die Mitteilungspflicht auch dann besteht, wenn ein Kind und ein Elternteil entscheidungserhebliche Angaben getrennt voneinander der Familienkasse übermittelt haben. Ein Verstoß gegen die Mitteilungspflicht, kann den Tatbestand einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit erfüllen.


Überbezahlungen bei Wegfall des Kindergeldes und der kindbezogen Leistungen müssen zurück gezahlt werden.

Inken kronenbitter
Januar 2002


Familienrecht - 01.01.2002

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