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Monatsinfo

Erbrecht von A bis Z

Teil II (L – T)

Landwirtschaftliches Sondererbrecht:
Die meisten alten Bundesländer –nicht die neuen- haben Sonderregeln für die Vererbung von land- und fortwirtschaftlichen Betrieben erlassen.
In Baden-Württemberg besteht ein Zustand der Rechtsvielfalt. Für Teile des ehemaligen Landes Baden gilt das badische Hofgüter-Gesetz. In Nordwürttemberg und Nordbaden sowie in Südwürttemberg gilt das württembergische Gesetz über das Anerbenrecht, jeweils in einer anderen Fassung.


Miterbe:
Mitglied einer Erbengemeinschaft


Nacherbe:
Erbe, welcher mit dem Eintritt eines bestimmten Ereignisses den Vorerben ablöst und damit Erbe des Nachlasses wird.

 

Ordre public:
Art. 6 EGBGB: Eine Rechtsnorm eines anderen Staates ist nicht anzuwenden, wenn ihre Anwendung zu einem Ergebnis führt, das mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen rechts offensichtlich unvereinbar ist. Sie ist insbesondere nicht anzuwenden, wenn die Anwendung mit den Grundrechten unvereinbar ist.


Pflichtteil:
Die Hälfte des gesetzlichen Erbteils; steht Abkömmlingen, Eltern und Ehegatten des Erblassers zu.


Quote:
Erbquote entspricht den Erbteilen der einzelnen Miterben einer Erbengemeinschaft.


Rentenvermächtnis:
dauernde Last oder Leibrente; dauernde Auskehrung eines Geldbetrags aus dem Nachlass, Anspruch des Vermächtnisnehmers besteht gegenüber dem Erben.


Surrogat:
Die Auskunftsverpflichtung des Erbschaftsbesitzers erstreckt sich auch auf Surrogate von Erbschaftsgegenständen.


Tod:
Mit dem Tod einer Person geht deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere Personen (Erben über).

 

Inken Kronenbitter
Mai 2002


Allgemeines Zivilrecht - 01.05.2002

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